Leihnetzwerk
Das Leihnetzwerk ist ein Projekt von Kurt Jansson, das eine virtuelle Bibliothek aufbauen will. Bücher, Filme und Musik können in eine Datenbank eingetragen und anderen ausgetauscht werden.
Ein verwandtes Projekt ist das BuchTicket. Im Gegensatz zum Leihnetzwerk werden dort Bücher getauscht, man bekommt sie also nicht zurück bzw. muss sie nicht zurückgeben.
Interessant ist (auch im Vergleich mit dem BuchTicket) welche Faktoren dem Leihnetzwerk zur KritischeMasse verhelfen könnten.
Selbstbeschreibung
Was ist das Leihnetzwerk?
Wie funktioniert's?
Erstelle ein Benutzerkonto und gib Deine Bücher, Videos und CDs ein. Danach hast Du Zugang zu allen Gegenständen der anderen Nutzer. Du kannst nach bestimmten Autoren oder Titeln suchen, Dir alle Titel eines Nutzers anzeigen lassen, nach Nutzern in Deiner Nähe suchen, oder Teilnehmer finden, welche die gleichen Dinge mögen wie Du selbst. Du bekommst Zugriff auf Rezensionen anderer Nutzer und kannst auch selbst welche verfassen.
Falls der Besitzer eines Gegenstandes, den Du ausleihen möchtest, Zeit für Dich hat damit Du ihn abholen kannst, kannst Du ihn für einen Zeitraum von 2, 7, 14 oder 30 Tagen ausleihen (festgelegt durch den Besitzer). Verspätete Rückgabe führt zu einer negativen Bewertung, pünktliche zu einer positiven. Du bist niemals verpflichtet einen Gegenstand zu verleihen, wenn Dir dabei unwohl ist.
Warum sollte ich anderen Nutzern vertrauen?
Grundlage dieses Gemeinschaftsprojekts ist gegenseitiges Vertrauen. Ergänzt und unterstützt wird dieses Vertrauen durch ein Bewertungssystem, wie man es von eBay kennt. Verleiher haben die Möglichkeit nach der Rückgabe positive oder negative Bewertungen über Ausleiher zu hinterlassen. Diese führen zu einem Gesamtwert, der Verleihern bei der Einschätzung von Vertrauenswürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein eines Ausleihers hilft.
Die Anworten auf viele weitere Fragen findest Du auf der auf der FAQ-Seite, die neuesten Projektnachrichten auf der Seite Aktuelles. Du kannst auch gleich Dein eigenes Benutzerkonto anlegen.
Vielen Dank an das Distributed Library Project, von der Idee und Software für dieses Projekt stammen!
Entwicklung
Datum: Benutzer: Bücher: Videos: Musik: 21.04.2004 59 443 29 77 26.04.2004 60 463 29 89 25.05.2004 71 567 32 94 22.08.2004 170 837 107 157 26.09.2004 197 904 121 162 18.03.2005 289 1216 184 145 28.03.2005 300 1252 197 145 05.05.2005 324 1327 197 147 30.01.2006 414 2258 279 149 28.03.2006 431 2296 282 149 29.05.2006 450 2308 282 151 24.04.2007 516 2481 331 169 10.09.2007 531 2482 336 169 23.03.2008 560 2535 337 176
Diskussion
Hi! Finde die Idee gut - habe mir da auch schon einige Gedanken gemacht und hätte ne Menge Bücher zum verleihen und auch tauschen. Ich habe da nur einen Kritikpunkt anzumerken: Ein System, das ein Bewertungssystem nutzt, basiert nicht auf Vertrauen, sondern auf Mißtrauen. Klingt erstmal hart/ungerecht, muß man erstmal lange dran kauen, is aber so - das Ganze is generell gar nich schlimm, weil ja (fast) alle öffentlichen Dinge in unserer Welt auf Mißtrauen basieren (ebay; demokratischen Wahlen und vieles mehr...).
Das sehe ich auch so. Allerdings ist das System in meinen Augen noch gar nicht richtig in Betrieb. Die Größe ist weit kleiner als die Kritische Masse, die einen regen Betrieb gewährleisten würde. Seit meinem Beitritt (nun ein Jahr her) gab es bisher nur eine Anfrage.
Das System verpflichtet auch nicht zum Verleih. Ich sehe den Nutzen deshalb hauptsächlich in der Vermittlung eines Kontaktes. Ob ich verleihen würde hängt allerdings auch vom Vertrauen bzw. dem Einfluß auf eine Person ab. Dazu gehört neben Bekanntheit (meinetwegen auch vererbte, d.h. WebOfTrust) auch Lokalität.
Wichtig für das Verleihnetzwerk wäre aus meiner Sicht zuerst einmal eine große Menge von Nutzern und bereitgestellten Medien. Erst durch den Betrieb würden wir etwas über das soziale Miteinander lernen.
Letzterem kann ich nur zustimmen. Der Verleih steht zwar nach Außen im Vordergrund, weil es nützlich erscheint (und ja auch ist) und einen guten Impuls liefert, mitzumachen, aber die Möglichkeit darüber Menschen mit ähnlichen Interessen kennen zu lernen halte ich für den interessanteren Aspekt. Dass das eigene Verhältnis zum Privateigentum von dem/der ein oder anderen mal überdacht wird könnte ein weiterer positiver Nebeneffekt sein.
Warum das System auf Misstrauen aufbauen soll ist mir nicht ganz klar, bzw. würde mich mal interessieren, wie ganz praktisch ein solches Leihnetzwerk ohne eine Möglichkeit der Kontrolle funktionieren soll - in der Welt, in der wir zur Zeit leben, wohlgemerkt. Wenn ich jemandem ein Buch verleihe möchte ich zuvor irgendwelche Anhaltspunkte, warum ich der Person vertrauen soll, und später eine realistische Möglichkeit, es wieder zurück zu bekommen. Gerade bei Büchern fällt wohl jedem ein Exemplar ein, dass man vor langer Zeit mal einem guten Freund geliehen, und nie wieder zurück bekommen hat. Oder man hat selbst noch ein Buch im Regal stehen, dass man schon seit Jahren wieder zurück geben wollte. Zu versuchen, dieses Risiko überschauber zu halten, würde ich noch nicht als Misstrauen bezeichnen.
Ich verleihe Bücher, die mir wichtig sind, eh nur an Leute die ich kenne, bzw. die sich kennenlerenen Lassen. Lokalität ist da ein wichtiger Faktor.
Scheint, als würde es das Leihnetzwerk nicht mehr geben. Schade eigentlich. Gute Idee wars ja... Gruß
Neue Seiten im Kontext
Thursday, 22. July 2004
Alles ist möglich, wenn vergnügliche Menschen sich auf ein Ziel verständigen.
Welche Strategien helfen, die kritische Masse zu erreichen ?