Morus Markard

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Daten
web: http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/ein ... /mmarkard/index.html
http://www.linksnet.de/autor.php?id=795

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Argument-Verlag Einführung in die Kritische Psychologie 320 Seiten 17,90 Euro. Morus Markard

1606

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Vorsitzender der Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung und Praxis

Texte von Morus Markard:

Kritische Psychologie

Erziehungskritik

Wissenschaftskritik

Aktuell

Morus Markard ist der letzte Professor, der an der Freien Universität (FU) Berlin Lehrveranstaltungen zur Kritischen Psychologie anbietet — und auch das nur per Lehrauftrag, der jedes Semester neu vergeben werden muss. Damit sollte nun nach dem Willen der FU Schluss sein. Begründung: Die FU müsse sich auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge vorbereiten. Durch eine Protestaktion konnten die Studierenden dafür sorgen, dass Markard den Lehrauftrag noch mal bekam.

via keimform.de

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GESELLSCHAFT FÜR SUBJEKTWISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG & PRAXIS in Zusammenarbeit mit dem AUSBILDUNGSPROJEKT SUBJEKTWISSENSCHAFTLICHE BERUFSPRAXIS AN DER FU BERLIN

Als Motto der allgemeinen Denkweise des Psychologismus, gesellschaftliche "Zustände aus dem Seelenleben ihrer Opfer zu erklären" (Adorno), kann die Mitteilung der Mutter allen Neoliberalis- mus, Margret Thatchers gelten, sie kenne nur Individuen und Familien, aber keine /Gesellschaft/. Alles, was als Gesellschaft imponieren kann, löst sich danach in das Handeln der vielen Individuen auf. Jede(r) handelt für sich selber und ist – zunächst – /für sich /verantwortlich. Die neoliberale Umstrukturierung, wie sie sich vor allem in den Veränderungen der Arbeitsverhält- nisse und des Sozialsystems zeigt, macht psychologisierendes Denken noch plausibler. Auffällig ist dabei aber, dass in dieser aktuellen Psychologisierung die Gesellschaft nicht mehr ausgeklammert werden muss, sondern als integraler Bestandteil psychologisierenden Denkens fungieren kann, in- dem die vielfältig vermittelte Gesellschaft(lichkeit) nach dem Muster einer unmittelbaren Gemein- schaft dargestellt wird, für deren Zustand die Einzelnen in Haftung genommen und damit nun /fürs / /Ganze /verantwortlich gemacht werden. Die Veranstaltung will erstens Funktionsweise und Paradoxien dieser psychologisierenden Verant- wortungsdiffusion analysieren und zweitens zur Diskussion stellen, inwieweit politikwissenschaftli- che und kritisch-psychologische Zugänge zum Verhältnis von gesellschaftlicher Struktur und indi- viduellem Handeln dazu beitragen können, Verantwortung nicht zu entgrenzen, konkrete Verant- wortlichkeiten auszumachen, Interessenlagen zu analysieren und kollektives Handeln zu befördern.

Alex Demirovic ist Gastprofessor für politische Theorie an der TU Berlin Morus Markard ist apl. Professor für Psychologie an der FU Berlin

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Die Kritische Psychologie entstand Anfang der siebziger Jahre an der FU Berlin u.a. durch Klaus Holzkamp. Sie war das Resultat einer Kritikbewegung, die der bürgerlichen Psychologie als Herrschafts- und Anpassungswissenschaft eine emanzipatorische Alternative als Psychologie vom Standpunkt des Subjekts entgegensetzte.